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„Ein Ingenieurabschluss signalisiert Verbrauchern, Auftraggebern und Unternehmen eine fundierte Ausbildung in den Bereichen, Technik, Informatik, Physik und Mathematik. Das schätzt die Wirtschaft im In- und Ausland gleichermaßen“, sagte Thomas Mainka, Präsident des Verbandes Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) bei der Bundesvorstandssitzung in Fulda.

Der Berufsverband unterstützt damit die Resolution, die 10 niedersächsische Ingenieur- und Unternehmerverbände dem Wirtschaftsausschuss des Niedersächsischen Landtages im August 2017 vorlegten. Diese verhandelt derzeit über eine Neuordnung des Ingenieurgesetzes, bei der die Berufsbezeichnung Ingenieur gesetzlich nicht mehr im selben Maße geschützt sein soll, wie bisher. Demnach dürften künftig auch Absolventen mit einem Anteil von weniger als 70% der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) die Bezeichnung Ingenieur tragen. Ingenieur- und Unternehmerverbände fürchten, dass die Bezeichnung Ingenieur damit landesweit an Ansehen verlieren könnte und berufen sich gleichzeitig auf den Verbraucherschutz. „Durch den Austausch des Dipl.-Ing. durch Bachelor oder Master of Engineering/Master of Science erkennt man ohnehin nur noch an der Berufsbezeichnung, über welche Spezialisierung oder Kompetenzen ein Kandidat verfügt. Wenn sich künftig auch Absolventen ohne oder mit geringem MINT-Anteil als Ingenieure bezeichnen, wertet das nicht nur unseren Berufsstand ab, sondern führt zu einem massiven Qualitätsverlust, auch im europäischen Bereich“, betonte Mainka.

Die Ingenieur- und Unternehmerverbände fordern die Regierung daher auf, die Qualität der Berufsbezeichnung Ingenieur weiterhin zu schützen und damit die technische, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes nicht zu behindern.

(VDEI)